Feldherr 

Christian Freiherr von Ilow

war im Dreißigjährigen Krieg Kaiserlicher Feldmarschall und enger Vertrauter des Generalissimus Albrecht von Wallenstein. Seit Beginn des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1618 stand Ilow im Dienst der Kaiserlichen Armee. 

Bei der Anwerbung der Söldner der Kaiserlichen Armee durch den Oberbefehlshaber Wallenstein im Frühjahr 1625 übernahm Ilow zunächst ohne dessen Zustimmung ein Holsteinisches Regiment. Trotzdem gehörte er später zu den Vertrauten Wallensteins, der seinen militärischen Aufstieg förderte. Im Jahre 1631, Wallenstein war vom Kaiser von seinem Amt als Oberbefehlshaber enthoben, nahm Ilow an der Schlacht bei Breitenfeld teil. In dieser siegte der Schwedenkönig Gustav Adolf. Tilly und somit auch Ilow verloren die Schlacht, im Jahre 1632 Tilly in der Schlacht am Lech sogar sein Leben. Kurz danach wurde Wallenstein wieder vom Kaiser neuerlich als Oberbefehlshaber eingesetzt.  Nun gelang es Ilow endgültig, dessen Vertrauen zu erwerben. In ständiger Verbindung mit Wallenstein wurde er nun in rascher Folge Generalwachtmeister (Generalmajor) und Feldmarschallleutnant und kämpfte in Sachsen und Böhmen. Er befehligte zeitweise bis zu 10.000 kaiserliche Soldaten.  1633 wurde er Feldmarschall. Er unterstützte Wallenstein in seinen Überlegungen, sich als Herr des Herzogtums Friedland vom Kaiser abzuwenden und nach der böhmischen Königskrone zu streben. Als Wallenstein Anfang Januar schwankte und schwer erkrankt an Resignation dachte, war es nicht zuletzt Ilow, der ihn zum Weitermachen bewog. 
Er begleitete danach den Feldherrn nach Eger und wurde dort kurz vor der Ermordung Wallensteins im Haus des Bürgermeisters Pachelbel am Marktplatz der Stadt, zusammen mit Adam Erdmann Graf Trčka und Wilhelm Graf Kinsky bei einem Festmahl des Festungskommandanten der Burg Eger, Oberst John Gordon, in der Mordnacht von Eger umgebracht.