Die Waffen des 30 jährigen Krieges (Handfeuerwaffen)
Das Luntenschloss
Das Luntenschloss ist einer der ältesten Auslösemechanismen (Schloss) für Feuerwaffen. Es war vom 14. bis zum 17. Jahrhundert in Gebrauch.
Luntenschlösser waren bei Arkebusen und Musketen im Einsatz. Einfachste Formen des Luntenschlosses sind seit etwa 1379 belegt. Am eisernen Lauf des Luntenschlossgewehres war hinten ein Zündloch angebracht welches mit der Kammer verbunden war. Außen am Zündloch befand sich eine Pfanne, gefüllt mit feinem Pulver. (Wikipedia)
Das Zündkraut in der Pfanne wurde mittels einer glimmenden Lunte entzündet, dieses entfachte das Schwarzpulver im Rohr.
Das Steinschloss
Das Steinschloss] ist ein Auslösemechanismus für Vorderladerfeuerwaffen, der mit einem Feuerstein zündet. Es war der Nachfolger des Luntenschlosses und wurde in der Folge vom Perkussionsschloss abgelöst.
Ein Federmechanismus wird vor dem Schuss gespannt. Der Abzug entriegelt den Mechanismus, so dass der Hahn mit dem eingespannten Feuerstein auf eine Metallklappe (Batterie) schlägt. Eine Batterie (von französisch battre „schlagen“) im Sinne der Waffentechnik bezeichnet eine gehärtete Metallklappe, die Teil des Steinschlosses ist und die P
fanne, worin das Zündkraut enthalten ist, verschließt. Dadurch wird die Pfanne geöffnet, und es werden durch Abrieb der Batterie (nicht des Feuersteins) Funken erzeugt, die in das in der Pfanne befindliche, besonders feinkörnige und leichtentzündliche Pulver (Zündkraut) fallen und dieses entzünden. Das Zündkraut entwickelt eine Stichflamme und zündet durch das Zündloch die eigentliche Treibladung. (Wikipedia)
Das Radschloss
Das Radschloss war eine verhältnismäßig sichere und verlässliche Alternative zum herkömmlichen Luntenschlosses und ermöglichte die Entwicklung kleinerer Feuerwaffen. Es besteht aus einem mit Längs- und Querrillen profilierten Reibrad, das auf einer Achse drehbar gelagert ist, einer Feder, die mit der Hilfe eines Schlüssels, ähnlich einem Schlüssel für Taschenuhren, aufgezogen werden muss, sowie aus einer Pulverpfanne, einem Hahn mit einer feststehenden und einer beweglichen Backe zum Einklemmen des Zündmittels und einem Metalldeckel, der die Pulverpfanne abdeckt, um die Zündladung gegen Feuchtigkeit und Wind zu schützen.
Die Radfeder wird mit Hilfe des Schlüssels gespannt. Dabei wickelt sich eine dreigliedrige Kette um die Radwelle, bis ein Hebel mit einem abgewinkelten Fortsatz in eine flache Höhlung auf der Innenseite des Rades eingreift und eine Sperre sich unter das hintere Ende dieses Hebels schiebt, so dass der Mechanismus blockiert ist. Ein Stück Schwefelkies wird im Hahn eingespannt und Zündkraut auf die Pfanne gegeben. Der Hahn ist in Ruhelage vom Pfannendeckel weggeklappt. Will man schießen, schwenkt man den Hahn auf den geschlossenen Pfannendeckel, wobei die v-förmige Feder unter dem Hahn den nötigen Druck liefert, den Schwefelkies gegen das Rad zu pressen, wenn die Pfanne geöffnet wird. Beim Betätigen des Abzuges wird die Sperre weggedrückt, der Zug der Feder schiebt den Hebel, der das Rad bis jetzt gespannt hielt, weg und dreht das Rad in seine Ausgangslage zurück. Ein Nocken an der Radwelle schiebt dabei den Deckel der Pulverpfanne unter dem Schwefelkies nach vorne weg, und die Vorderkante des in den Hahn geklemmten Schwefelkies radiert inmitten des Zündpulvers am Rand des Rades, das von unten her durch eine Aussparung in den Boden der Pfanne hineinragt. Die dabei entstehenden Funken setzen das Zündpulver augenblicklich in Brand. Durch das Zündloch gelangt Feuer in die Pulverkammer der Waffe, wodurch die Treibladung gezündet wird. Die Waffe wird abgefeuert. (Wikipedia)
Die Waffen der Pulverrotte
Die Arkebuse
Die Arkebuse war ein Handrohr mit einem Gesamtgewicht bis zu 12 Pfund und konnte im freien Anschlag verwendet werden. Wurden diese bei der Reiterei verwendet, nannte man sie Karabiner. Die Schützen wurden als Arkebusiere oder Rohrschützen bezeichnet.
(Frank Liebau)
Die Luntenschlossmuskete
Luntenschlossmusketen waren zwischen 15 und 20 Pfund schwer und mussten im offenen Feld mit einer Gabel abgestützt werden. Das Zündkraut in der Pfanne wurde mittels einer glimmenden Lunte entzündet, dieses enffachte das Schwarzpulver im Rohr. Die Spanier gaben der Muskete ihren Namen. Der Luntenhahn hatte oftmals die Form eines Raubvogelkopfes, er sah aus, wie ein Sperber, ein "Muchetus". Die Schützen nannte man Musketiere.
Luntenschlosspistolen verwendeten den gleichen Mechanismus wie die Musketen und wurden von Soldaten am Gürtel getragen.
Steinschlosswaffen
Steinschlosswaffen benutzen eine weitere Art der Zündung. Ein Feuerstein schlug gegen eine verstählte Fläche (Batterie) und die Funken entzündeten das Zündkraut und dieses das Schwarzpulver.
Das Tromblon zählt zu den Steinschlosswaffen und diente in erster Linie der Verteidigung des Lagers vor Marodeuren. Es hatte eine trichterförmige Mündung und wurde mit Schrot oder grob gehacktem Blei geladen. Es war eine Waffe für den Nahkampf.
Die Radschlosspistole
Seit Ende des 16. Jahrhunderts waren sie ein wesentlicher BEstandteil der Ausrüstung der Reiter. Neben dem Vorteil der ständigen Feuerbereitschaft hatte diese aber den Nachteil, dass sie sehr kompliziert aufgebaut waren und der Schwefelkies-Pyrit sich sehr schnell abnutzte. Zum Spannen benötigte man einen Schlüssel, verlor man diesen, konnte die Pistole nicht mehr benutzt werden. Der komplexe Mechanismus erforderte große Sachkenntnis und Aufwand bei seiner Herstellung und war dementsprechend teuer.
Unsere Geheimwaffe
Die Geheimwaffe - die Bratpfanne
Aufgrund der Zusammensetzung der Pulverrotte haben wir eine Geheimwaffe - eine metallene Bratpfanne. Mit dieser werden nicht willkommene Besucher des Lagers auf besondere Art und Weise begrüßt oder verabschiedet. Man kann damit nicht nur kochen.